Menü

buchInhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Dr. Beier & Partner

jetzt Mandat anfragen

Mandat anfragen

Dr. Beier & Partner

Dr. Beier & Partner

Fachanwälte für Erbrecht
Notare in Darmstadt
Telefon (0651) 130 230

Sie möchten ein Mandat beauftragen & benötigen Unterstützung, bei der Durchsetzung Ihrer Interessen?

    Ich wünsche einen RückrufTerminvereinbarung

    Bitte beachten Sie, dass wir keine allgemeinen Fragen beantworten können. Wir können nur Anfragen beantworten, die sich auf ein zukünftiges Mandat und Beauftragung unserer Kanzlei beziehen.

    Herzlichst, Ihr Dr. MA Robert Beier

    Erbvertrag – Muster, Kosten, Pflichtteil & Co.

    Ein Erbvertrag ist sowohl persönlich als auch bürokratisch keine kleine Angelegenheit. Informieren Sie sich in unserem Beitrag umfänglich darüber!

    In Deutschland existieren verschiedene Möglichkeiten, Vorkehrungen für die Vermögensverteilung nach dem eigenen Ableben zu treffen. Damit sich Ihr Erbe genau nach Ihren Vorstellungen auf die Angehörigen verteilt, sollten Sie sich zunächst genau über die verschiedenen Möglichkeiten informieren und anschließend von einem Notar beraten lassen.

    Erbvertrag

    Was genau ist ein Erbvertrag?

    In diesem Beitrag finden Sie alle Informationen bezüglich des Unterschieds zwischen Testament und Erbvertrag, deren Auswirkungen auf den Pflichtteil sowie der anfallenden Kosten. Darüber hinaus können Sie sich eine kostenlose Mustervorlage zur Veranschaulichung herunterladen.

     

    Was ist ein Erbvertrag und wann sollte man ihn einsetzen?

    Neben Testamenten sind Erbverträge nach deutschem Recht die zweite Möglichkeit, Regelungen über den Verbleib Ihres Vermögens nach dem Tod zu treffen bzw. in die gesetzliche Erbfolge einzugreifen. Auch hier handelt es sich um Verfügungen von Todes wegen. Grundsätzlich kann ein Erbvertrag zahlreiche Klauseln beinhalten, die die Erbeinsetzung, die Vermächtnisverteilung oder auch Auflagen an die Bedachten beinhalten. Die getroffenen Vereinbarungen sind in der Regel rechtlich bindend. Erbverträge dienen dabei besonders häufig der Einsetzung des Ehegatten als Alleinerben und sind damit das vertragliche Pendant zum Berliner Testament. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, auch andere Verfügungen, wie beispielsweise die Einsetzung eines Testamentvollstreckers, zu treffen. Zudem können Erbverträge auch Kinder, Geschwister, Eltern, Dritte oder sogar Institutionen berücksichtigen.

     

    Erbvertrag vs. Testament

    Während Testamente seitens des Erblassers jederzeit und heimlich widerrufen oder abgeändert werden können, sind Erbverträge verbindlich und äußerst schwierig anzufechten, sofern sie notariell beglaubigt wurden. Testamente bedürfen nicht in jedem Fall einer notariellen Beurkundung. Zudem müssen Erbverträge von allen Vertragsparteien persönlich und unter Aufsicht eines Notars, der den Vorgang anschließend beurkundet, unterzeichnet werden. Vertragspartner, die keine Verfügung von Todes wegen abgeben, können sich auch durch Dritte vertreten lassen. Im Vergleich zum klassischen Testament weisen Erbverträge folgende Vor- und Nachteile auf:

    Vorteile von ErbverträgenNachteile von Erbverträgen
    • starke Bindungswirkung
    • Anfechtung/Auflösung eines bestehenden Vertrags nur schwer möglich
    • Erbschaft kann an Voraussetzungen geknüpft werden
    • Änderungen nur mit gültiger notarieller Beglaubigung gültig
    • Alternative zum Ehegattentestament oder Berliner Testament
    • Unternehmensnachfolge sicherbar

    Auswirkungen auf den Pflichtteil

    Der Pflichtteil sichert Enterbten eine Mindestbeteiligung am Nachlass und greift demnach bei Enterbungen durch letztwillige Verfügungen. Enterbten stehen demnach trotz der Enterbung kleine Teile des Nachlasses zu. Im Rahmen eines Erbvertrages kann dieser Pflichtteil aber dennoch umgangen bzw. deutlich reduziert werden.

    Pflichtteilsstrafklausel

    Welche Auswirkungen ein Erbvertrag auf den Bestand des Pflichtteils hat.

    Ausschluss mittels Pflichtteilsstrafklauseln

    Auch Erbverträge können den Pflichtteil nur sehr schwer ausschließen. Bestimmte Klauseln können die Pflichtteilsberechtigten aber davon abhalten, diesen einzufordern. Im Rahmen dieser Pflichtteilsstrafklauseln können zum Beispiel Strafen in Form der Enterbung oder starker Reduzierung des Pflichtteils für den Fall bestimmt werden, dass vorzeitig auf den Pflichtteil bestanden wird.

    Vor allem Ehepartner mit Kindern wenden solche Klauseln an, um den Partner nach dem eigenen Ableben finanziell abzusichern. Wenn also zum Beispiel ein Ehemann seine Frau nach seinem Tode finanziell absichern möchte, kann er im Erbvertrag bestimmen, dass ein Kind, dass seinen Pflichtteil vor dem Ableben der Ehefrau einfordern will, enterbt wird. Da die Kinder ihr Erbe in aller Regel nicht verlieren möchten, werden sie spätestens aufgrund der Strafklausel keinen Pflichtteil einfordern, bis beide Elternteile verstorben sind.

    Pflichtteil umgehen

    Unter bestimmten Umständen können Pflichtteilsansprüche aber nicht nur verhindert, sondern sogar vollständig umgangen werden. Eine solche Ausnahme stellt der Pflichtteilsverzicht dar. Dabei handelt es sich um einen Vertrag zwischen dem Erblasser und seinen Verwandten, der Verzichtserklärungen der pflichtteilsberechtigten Verwandten beinhaltet. Als Gegenleistung erhalten die Verzichtenden dann häufig eine vereinbarte Abfindungszahlung, die sich an der Höhe des Pflichtteils orientiert. Verzichten die Pflichtteilsberechtigten nicht freiwillig, kann der Pflichtteil durch die bereits erwähnten Strafklauseln entzogen oder stark gemindert werden.

    Pflichtteil entziehen

    Unter bestimmten Voraussetzungen, die im § 2333 BGB festgehalten sind, kann der Pflichtteil den Pflichtteilsberechtigten auch vollkommen entzogen werden. Für das Entziehen müssen aber auf jeden Fall schuldhafte Vergehen gegenüber dem Erblasser vorliegen. Die Voraussetzungen sind erfüllt, wenn der Pflichtberechtigte:

     

    1. dem Erblasser, dem Ehegatten des Erblassers, einem anderen Abkömmling oder einer dem Erblasser ähnlich nahestehenden Person nach dem Leben trachtet,
    2. sich eines Verbrechens oder eines schweren vorsätzlichen Vergehens gegen eine der in Nummer 1 bezeichneten Personen schuldig macht,
    3. die ihm dem Erblasser gegenüber gesetzlich obliegende Unterhaltspflicht böswillig verletzt oder
    4. wegen einer vorsätzlichen Straftat zu einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr ohne Bewährung rechtskräftig verurteilt wird und die Teilhabe des Abkömmlings am Nachlass deshalb für den Erblasser unzumutbar ist. Gleiches gilt, wenn die Unterbringung des Abkömmlings in einem psychiatrischen Krankenhaus oder in einer Entziehungsanstalt wegen einer ähnlich schwerwiegenden vorsätzlichen Tat rechtskräftig angeordnet wird.

     

    Kosten eines Erbvertrages

    Da Erbverträge ohne notarielle Beurkundungen nicht rechtswirksam sind, entstehen in jedem Fall Kosten, die sich nach den Bestimmungen im Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) richten. Ähnlich der Beurkundung gemeinschaftlicher Testamente werden auch bei Erbverträgen 2,0 Gebührensätze erhoben (Nr. 21100 Kostenverzeichnis GNotKG – Anlage 1). Die Höhe richtet sich dabei nach dem Reinvermögen, über das es zu entscheiden gilt. Hierbei wird das Vermögen als Geschäftswert angesetzt, mit dessen Hilfe die Gebühr in der Gebührentabelle (Anlage 2 GNotKG – Tabelle B) ermittelt werden kann, die sich anschließend aufgrund des Gebührensatzes von 2,0 verdoppelt.

    Für unterschiedliche Geschäftswerte fallen so folgende Gebühren an (Auszug GNotKG, Anlage 2 – Tabelle B):

    GeschäftswertEinfache Gebühr
    Bis 500 Euro15,00 Euro
    501–1.000 Euro19,00 Euro
    9.001–10.000 Euro75,00 Euro
    10.001–13.000 Euro83,00 Euro
    50.001–65.000 Euro165,00 Euro
    200.001–230.000 Euro485,00 Euro
    500.001–550.000 Euro1.015,00 Euro
    1.000.001–1.050.000 Euro1.815,00 Euro

    Muster (kostenlos downloaden) (PDF – 214 KB)

    Erbvertrag Muster

    Downloaden Sie gerne unser Erbvertrag-Muster.

    Laden Sie sich hier ein Muster für Ihren Erbvertrag herunter. Beachten Sie aber, dass diese Vorlage nur der Veranschaulichung dient und keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Wirksamkeit erhebt. Bedenken Sie zudem, dass nur notariell beurkundete Erbverträge rechtswirksam sind. Auf die Erstellung eines Erbvertrags ohne die Beratung eines Notars sollten Sie daher unbedingt verzichten! Wenn Sie weitere Fragen auf dem Gebiet des Erbrechts haben oder ein Beratungsgespräch vereinbaren möchten, kontaktieren Sie gerne die Kanzlei Dr. Beier & Partner.

     

    Häufige Fragen (FAQ)

    Was ist ein Erbvertrag?zuklappenaufklappen

    Neben Testamenten sind Erbverträge nach deutschem Recht die zweite Möglichkeit, Regelungen über den Verbleib Ihres Vermögens nach dem Tod zu treffen bzw. in die gesetzliche Erbfolge einzugreifen. Auch hier handelt es sich um Verfügungen von Todes wegen.

    Wieso ist ein Erbvertrag sinnvoll?zuklappenaufklappen

    Erbverträge dienen besonders häufig der Einsetzung des Ehegatten als Alleinerben und sind damit das vertragliche Pendant zum Berliner Testament. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, auch andere Verfügungen, wie beispielsweise die Einsetzung eines Testamentvollstreckers, zu treffen. Zudem können Erbverträge auch Kinder, Geschwister, Eltern, Dritte oder sogar Institutionen berücksichtigen.

    ⚖️ Kann in einem Erbvertrag der Pflichtteil umgangen werden?zuklappenaufklappen

    Enterbten stehen bei einem Erbvertrag trotz der Enterbung kleine Teile des Nachlasses zu. Im Rahmen eines Erbvertrages kann dieser Pflichtteil aber dennoch umgangen bzw. deutlich reduziert werden.

     

    Wie sieht ein Erbvertrag aus?zuklappenaufklappen

    Wir haben für Sie eine Vorlage zusammengestellt, wonach sich ein Erbvertrag orientieren kann: Muster (kostenlos downloaden) (PDF – 214 KB)

    Bewerten Sie diese Seite

    1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
    4,89 von 5 Sternen

    1 Stern: wenig hilfreich, 5 Sterne: sehr hilfreich.

    Bewertung wird geladenLoading...
    Herzlich willkommen bei Dr. Beier & Partner Rechtsanwälte  Fachanwälte und Notare
    Herzlich willkommen bei Dr. Beier & Partner Rechtsanwälte  Fachanwälte und NotareHerzlich willkommen bei Dr. Beier & Partner Rechtsanwälte  Fachanwälte und Notare

    Herzlich willkommen bei Dr. Beier & Partner Rechtsanwälte, Fachanwälte und Notare

    Informieren Sie sich auf diesen Seiten ganz in Ruhe über unsere Arbeitsweise, unseren Standort und die von uns angebotenen Leistungen. Wenn Sie sich bereits in eine juristische Materie einlesen wollen, können Sie über unseren Fachteil eine Vielzahl an Informationen einsehen. Sie haben Fragen? Zögern Sie nicht. Meine Mitarbeiter und ich stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

    Telefon: 06151 / 130 230

    Dr. Robert Beier  LL.M. Rechtsanwalt und Notar     Amtssitz in Darmstadt Fachanwalt für Erbrecht

    Dr. Robert Beier, LL.M. Rechtsanwalt und Notar Amtssitz in Darmstadt Fachanwalt für Erbrecht

    Wissensmanagement ist für uns ausgesprochen wichtig. So profitieren unsere Mandanten aus einem Pool von Erfahrungen. Regelmäßig Aus- und Fortbildung für alle Partner und Angestellten ist selbstverständlich.

    Sandra Kleber  LL.M. Rechtsanwältin und Notarin Amtssitz in Darmstadt Fachanwältin für Erbrecht

    Sandra Kleber, LL.M. Rechtsanwältin und Notarin Amtssitz in Darmstadt Fachanwältin für Erbrecht

    Das Mandat ist servicegeleitet. Unsere Mandanten wissen stets, welchen Stand die Bearbeitung hat, welche Ziele angestrebt werden und welche Taktiken hierzu eingesetzt werden.

    Wir suchen Sie als engagierte Anwältin / engagierten Anwalt! Verändern Sie sich zum Positiven. Noch heute!

    Wir suchen Sie als engagierte Anwältin / engagierten Anwalt! Verändern Sie sich zum Positiven. Noch heute!

    Effektive, professionelle und transparente Mandatsführung ist für uns selbstverständlich. Wir sind voll digitalisiert. Bewerben Sie sich noch heute mit aussagekräftigen Unterlagen per Email: rb@beier-partner.de

    Wir vertreten im Erbrecht

    Jetzt Mandat anfragen
    Anwaltsnotar - Nurnotar - Amtsnotar

    Anwaltsnotar - Nurnotar - Amtsnotar

    Der Notar ist eine Person, die Beglaubigungen und Beurkundungen von Rechtsgeschäften, Tatsachen, Beweisen und Unterschriften vornimmt. Auch ist der Notar für die Hinterlegung von Geld und Kostbarkeiten zuständig. In der Bundesrepublik amtieren derzeit ca. 7.000 Notare. Regional verschieden sind entweder hauptberufliche Notare (sog. Nur-Notare) zu finden oder Anwaltsnotare, die zugleich als Rechtsanwalt zugelassen sind.

    Fachanwälte

    Fachanwälte

    Die Berechtigung zum Führen einer Fachanwaltsbezeichnung wird von der zuständigen Rechtsanwaltskammer verliehen. Hierzu prüfen die Fachausschüsse die Anträge auf Erlaubnis zum Führen einer Fachanwaltsbezeichnung. Dem Kammervorstand obliebt die Entscheidung. Nach der Statistik der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) sind per 1. Januar 2014 24,97 % aller Rechtsanwälte berechtigt, eine oder mehrere Fachanwaltsbezeichnungen zu führen. Nach wie vor ist "der Fachanwalt" damit ein guter Garant für eine echte Expertise.

    Mitglied im Deutschen Anwaltverein

    Mitglied im Deutschen Anwaltverein

    Dem DAV gehören insgesamt 255 Anwaltvereine an: davon 242 in Deutschland und je einer in Großbritannien, Italien, Griechenland, Portugal, Brasilien, Luxemburg, Spanien, Belgien, Polen, der Ukraine, den Niederlanden sowie zwei Anwaltvereine in Frankreich. Über die örtlichen Anwaltvereine sind rund 65.000 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte Mitglied im DAV. Über die einzelnen Arbeitsgemeinschaften profitieren angeschlossene Anwälte von einem fachlichen Austausch, was letztlich der professionellen Mandatsführung zu Gute kommt.