Menü

buchInhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Dr. Beier & Partner

jetzt Mandat anfragen

Mandat anfragen

Dr. Beier & Partner

Dr. Beier & Partner

Fachanwälte für Erbrecht
Notare in Darmstadt
Telefon (0651) 130 230

Sie möchten ein Mandat beauftragen & benötigen Unterstützung, bei der Durchsetzung Ihrer Interessen?

    Ich wünsche einen RückrufTerminvereinbarung

    Bitte beachten Sie, dass wir keine allgemeinen Fragen beantworten können. Wir können nur Anfragen beantworten, die sich auf ein zukünftiges Mandat und Beauftragung unserer Kanzlei beziehen.

    Herzlichst, Ihr Dr. MA Robert Beier

    Erbe ausschlagen um Beerdigungskosten zu sparen - So funktioniert es!

    Hier erfahren Sie, wie Sie Ihr Erbe ausschlagen, um Beerdigungskosten zu sparen.

    Wenn nahe Angehörige sterben, sitzen Schock und Trauer natürlich tief. Dennoch dürfen wichtige Pflichten nicht vernachlässigt werden. So auch die Ausrichtung der Bestattung, die in der Regel mit hohen Kosten verbunden ist. In einigen Fällen übersteigen diese Kosten sogar die Höhe des Nachlasses. Darin ist auch begründet, dass sich die soziale Haltung bei dieser Thematik verändert hat. Bestattungskosten sparen mit ErbausschlagungImmer öfter werden Erben ausgeschlagen, um Bestattungskosten zu sparen.

    Während es früher darum ging, wem das Bestattungsrecht zusteht, ist es heute wichtiger, nicht für die Kosten herangezogen zu werden. Die Ausschlagung der Erbschaft scheint ein Weg zu diesem Ziel zu sein. Doch lassen sich die Beerdigungskosten durch die Ausschlagung der Erbschaft wirklich umgehen? Diese und weitere wichtige Fragen klären wir im nachfolgenden Beitrag.

     

    Die Bestattungspflicht

    Zunächst ist es wichtig zu erwähnen, dass bestattungspflichtige Personen laut Gesetz nicht auch automatisch dazu verpflichtet sind, die Kosten zu tragen. In der Bestattungspflicht stehen nahe Verwandte, wenn vom Verstorbenen nicht anders festgelegt. Diese müssen sich um die Formalitäten im Todesfall kümmern. Hierzu zählen Leichenschau, die Ausstellung des Totenscheins sowie die Bestattung selbst. Dabei sind gewisse Fristen zu beachten. Diese legt jedes Bundesland eigenständig fest. Während sich die Bestattungsgesetze von Bundesland zu Bundesland zwar im Detail unterscheiden, stimmen sie in der Reihenfolge der bestattungspflichtigen Personen aber überein:

     

    1. Ehe- bzw. Lebenspartner
    2. Kinder
    3. Eltern
    4. Geschwister
    5. Partner ohne eingetragene Lebenspartnerschaft
    6. sonstige Sorgeberechtigte
    7. Großeltern
    8. Enkelkinder
    9. Verwandte bis zum 3. Grad

     

    Tragung der Beerdigungskosten – die Kostentragungspflicht

    Wer für die Kosten der Bestattung aufkommen muss und in welcher Reihenfolge, regelt das BGB. Die erste Instanz ist im § 1968 BGB benannt. Demnach trägt der Erbe die Kosten der Beerdigung des Erblassers, da die Beerdigungskosten als zusätzliche Schuldenbelastung mit in die Erbschaft hineinfallen. Ihm folgt zunächst der Beschenkte (im Falle der Verarmung des Verstorbenen) und schließlich die Unterhaltspflichtigen. In den meisten Fällen kann die Bestattung aus dem Nachlass des Verstorbenen bezahlt werden. Reicht dieser jedoch nicht aus, ermöglicht die Erbenhaftung auch die Heranziehung vom Eigenvermögen der Erben.

    Erbausschlagung bei hohen Bestattungskosten

    Viele Erbberechtigte entscheiden sich dann dafür, das Erbe auszuschlagen.

    Das Erbe ausschlagen

    Gemäß § 1945 BGB ist „die Erklärung […] zur Niederschrift des Nachlassgerichts oder in öffentlich beglaubigter Form abzugeben“. Die Erklärung kann also entweder persönlich beim Nachlassgericht eingereicht oder bei einem Notar erklärt werden. Das Nachlassgericht ist das Amtsgericht, in dessen Bezirk der Verstorbene seinen letzten Wohnsitz hatte. Hier wird die Ausschlagung vom Rechtspfleger schriftlich festgehalten. Diese Aufzeichnung muss anschließend nur noch vom Ausschlagenden unterzeichnet werden. Die Ausschlagung beim Notar gestaltet sich ähnlich. Hier können Sie sich zusätzlich rechtlich beraten lassen. Darüber hinaus muss unbedingt die Frist, in der man sich für oder gegen eine Erbschaft entscheiden kann, beachtet werden. Sie ist knapp bemessen. Wenn das Erbe ausgeschlagen werden soll, muss eine entsprechende Erklärung gemäß § 1944 BGB innerhalb von 6 Wochen beim zuständigen Nachlassgericht eingereicht werden. Wird sie nicht eingehalten, gilt das Erbe als angenommen. Eine Erbausschlagung nach Ablauf dieser Frist ist dann nur noch unter bestimmten Umständen möglich. Als Stichtag gilt der Tag, an dem man über die Erbschaft informiert wurde.

     

    Zahlungspflichtiger der Beerdigungskosten bei Erbausschlagung

    Doch wer zahlt die Beerdigungskosten, wenn das Erbe ausgeschlagen wird? Für diesen Fall muss zunächst zwischen zwei Optionen unterschieden werden:

     

    • Wenn nur ein Erbe das Erbe ausschlägt, haben die anderen Erben, die die Erbschaft angenommen haben bzw. die Erbengemeinschaft die Beerdigungskosten zu tragen. Natürlich können die Kosten hier zunächst mit dem Nachlass getilgt werden.
    • Schlagen alle Erbberechtigten das Erbe aus oder sind aus anderen Gründen keine Erben vorhanden, geht die Erbschaft und somit die Beerdigungskosten in letzter Konsequenz auf den Staat über (Fiskalerbschaft). Er kann als einziger in der gesetzlichen Erbfolge nicht die Ausschlagung erklären.

     

    Hier finden Sie ein Video, das auf Gründe hinweist, wieso Sie vielleicht doch nicht Ihr Erbe ausschlagen sollten:

    Finale Fiskalerbschaft

    Laut Erbrecht gilt hier zunächst die Nachlassbeschränkung. Das heißt, der Fiskus haftet gegenüber den Gläubigern des Erblassers nur mit der hinterlassenen Erbschaft, nicht aber für darüber hinausgehende Kosten. Gemeinden können die Beerdigungen zwar zunächst beauftragen und die Kosten aus der Erbschaft entnehmen, es besteht darüber hinaus aber auch die Möglichkeit, das Geld von potentiell erbberechtigten Personen zurückzuholen.

    Fiskalerbschaft

    Wenn keine Erben vorhanden sind oder alle Erbberechtigten das Erbe ausschlagen, sind die Bestattungskosten aber nicht in jedem Fall vom Staat zu tragen.

    Das ist auch möglich, wenn diese das Erbe bereits ausgeschlagen haben. Die Beerdigungskosten sind dann im Rahmen der Unterhaltspflicht zu betrachten. Danach müssen Erben, wie bereits im Abschnitt zur Kostentragungspflicht erwähnt, trotz Ausschlagung für die Bestattungskosten aufkommen, wenn sie gegenüber dem Erblasser zum Unterhalt verpflichtet waren oder gewesen wären. Schlagen zum Beispiel alle bestattungspflichtigen Personen das Erbe aus, muss der Ehegatte oder eingetragene Lebenspartner für die Beerdigungskosten aufkommen, da er vorrangig zum Unterhalt gegenüber dem Erblasser verpflichtet war. Reichen dessen finanzielle Mittel nicht aus, gehen die Beerdigungskosten auf die Kinder des Verstorbenen über. Können auch sie die Summen nicht aufwenden, geht die Schuld auf die Eltern, hiernach auf die Geschwister des Erblassers über usw. Wenn alle Erbberechtigten das Erbe ausschlagen und die Bestattungskosten aufgrund fehlender finanzieller Mittel nicht entrichten können, tritt der Fiskus in letzter Konsequenz ein. Es gehen dann also nicht nur die Erbschaft, sondern auch die Beerdigungskosten an das Land bzw. die Gemeinde über. Reicht der Nachlass für die Begleichung der entstandenen Bestattungskosten nicht aus, geben Behörden in der Regel die sogenannte Sozialbestattung in Auftrag. Die Kosten sind hier sehr gering, da die Beisetzung einfach gehalten ist.

     

    Noch Fragen?

    Sie haben weitere Fragen zum Thema Erbrecht oder möchten sich persönlich beraten lassen? Dann sind wir gerne für Sie da. Mit Fachwissen, langjähriger Erfahrung sowie kostenbewussten Strukturen setzen wir uns für Sie ein. Vertrauen Sie unserer modernen und erfolgsorientierten Fachanwaltskanzlei und profitieren Sie von einer Zusammenarbeit mit uns. Lassen Sie sich bei Fragen rund um das Thema Erbrecht von unserem Fachanwalt für Erbrecht Dr. Robert Beier, LL.M. unter 06151/130230 beraten.

     

    Häufige Fragen (FAQ)

    Was ist die Bestattungspflicht?zuklappenaufklappen

    Die Bestattungspflicht besagt ein zwangsläufigen Einsatz der Erben, die verstorbene Person entsprechend zu bestatten. Hierzu zählen Leichenschau, die Ausstellung des Totenscheins sowie die Bestattung selbst.

    Wer besitzt die Bestattungspflicht?zuklappenaufklappen

    In der Bestattungspflicht stehen nahe Verwandte, wenn vom Verstorbenen nicht anders festgelegt. Diese müssen sich um die Formalitäten im Todesfall kümmern.

    Reihenfolge der bestattungspflichtigen Personen:

    1. Ehe- bzw. Lebenspartner
    2. Kinder
    3. Eltern
    4. Geschwister
    5. Partner ohne eingetragene Lebenspartnerschaft
    6. sonstige Sorgeberechtigte
    7. Großeltern
    8. Enkelkinder
    9. Verwandte bis zum 3. Grad

     

    ???? Wer trägt die Bestattungskosten?zuklappenaufklappen

    Wer für die Kosten der Bestattung aufkommen muss und in welcher Reihenfolge, regelt das BGB. Die erste Instanz ist im § 1968 BGB benannt. Demnach trägt der Erbe die Kosten der Beerdigung des Erblassers, da die Beerdigungskosten als zusätzliche Schuldenbelastung mit in die Erbschaft hineinfallen. Ihm folgt zunächst der Beschenkte (im Falle der Verarmung des Verstorbenen) und schließlich die Unterhaltspflichtigen.

    ⚖️ Wer zahlt die Bestattung bei einer Erbausschlagung?zuklappenaufklappen

    Für diesen Fall muss zunächst zwischen zwei Optionen unterschieden werden:

    • Wenn nur ein Erbe das Erbe ausschlägt, haben die anderen Erben, die die Erbschaft angenommen haben bzw. die Erbengemeinschaft die Beerdigungskosten zu tragen. Natürlich können die Kosten hier zunächst mit dem Nachlass getilgt werden.
    • Schlagen alle Erbberechtigten das Erbe aus oder sind aus anderen Gründen keine Erben vorhanden, geht die Erbschaft und somit die Beerdigungskosten in letzter Konsequenz auf den Staat über (Fiskalerbschaft). Er kann als einziger in der gesetzlichen Erbfolge nicht die Ausschlagung erklären.
    ❓ Was passiert bei einer Fiskalerbschaft?zuklappenaufklappen

    Wenn keine Erben vorhanden sind oder alle Erbberechtigten das Erbe ausschlagen, sind die Bestattungskosten aber nicht in jedem Fall vom Staat zu tragen. Laut Erbrecht gilt hier zunächst die Nachlassbeschränkung. Das heißt, der Fiskus haftet gegenüber den Gläubigern des Erblassers nur mit der hinterlassenen Erbschaft, nicht aber für darüber hinausgehende Kosten.

    Bewerten Sie diese Seite

    1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
    4,37 von 5 Sternen

    1 Stern: wenig hilfreich, 5 Sterne: sehr hilfreich.

    Bewertung wird geladenLoading...
    Herzlich willkommen bei Dr. Beier & Partner Rechtsanwälte  Fachanwälte und Notare
    Herzlich willkommen bei Dr. Beier & Partner Rechtsanwälte  Fachanwälte und NotareHerzlich willkommen bei Dr. Beier & Partner Rechtsanwälte  Fachanwälte und Notare

    Herzlich willkommen bei Dr. Beier & Partner Rechtsanwälte, Fachanwälte und Notare

    Informieren Sie sich auf diesen Seiten ganz in Ruhe über unsere Arbeitsweise, unseren Standort und die von uns angebotenen Leistungen. Wenn Sie sich bereits in eine juristische Materie einlesen wollen, können Sie über unseren Fachteil eine Vielzahl an Informationen einsehen. Sie haben Fragen? Zögern Sie nicht. Meine Mitarbeiter und ich stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

    Telefon: 06151 / 130 230

    Dr. Robert Beier  LL.M. Rechtsanwalt und Notar     Amtssitz in Darmstadt Fachanwalt für Erbrecht

    Dr. Robert Beier, LL.M. Rechtsanwalt und Notar Amtssitz in Darmstadt Fachanwalt für Erbrecht

    Wissensmanagement ist für uns ausgesprochen wichtig. So profitieren unsere Mandanten aus einem Pool von Erfahrungen. Regelmäßig Aus- und Fortbildung für alle Partner und Angestellten ist selbstverständlich.

    Sandra Kleber  LL.M. Rechtsanwältin und Notarin Amtssitz in Darmstadt Fachanwältin für Erbrecht

    Sandra Kleber, LL.M. Rechtsanwältin und Notarin Amtssitz in Darmstadt Fachanwältin für Erbrecht

    Das Mandat ist servicegeleitet. Unsere Mandanten wissen stets, welchen Stand die Bearbeitung hat, welche Ziele angestrebt werden und welche Taktiken hierzu eingesetzt werden.

    Wir suchen Sie als engagierte Anwältin / engagierten Anwalt! Verändern Sie sich zum Positiven. Noch heute!

    Wir suchen Sie als engagierte Anwältin / engagierten Anwalt! Verändern Sie sich zum Positiven. Noch heute!

    Effektive, professionelle und transparente Mandatsführung ist für uns selbstverständlich. Wir sind voll digitalisiert. Bewerben Sie sich noch heute mit aussagekräftigen Unterlagen per Email: rb@beier-partner.de

    Wir vertreten im Erbrecht

    Jetzt Mandat anfragen
    Anwaltsnotar - Nurnotar - Amtsnotar

    Anwaltsnotar - Nurnotar - Amtsnotar

    Der Notar ist eine Person, die Beglaubigungen und Beurkundungen von Rechtsgeschäften, Tatsachen, Beweisen und Unterschriften vornimmt. Auch ist der Notar für die Hinterlegung von Geld und Kostbarkeiten zuständig. In der Bundesrepublik amtieren derzeit ca. 7.000 Notare. Regional verschieden sind entweder hauptberufliche Notare (sog. Nur-Notare) zu finden oder Anwaltsnotare, die zugleich als Rechtsanwalt zugelassen sind.

    Fachanwälte

    Fachanwälte

    Die Berechtigung zum Führen einer Fachanwaltsbezeichnung wird von der zuständigen Rechtsanwaltskammer verliehen. Hierzu prüfen die Fachausschüsse die Anträge auf Erlaubnis zum Führen einer Fachanwaltsbezeichnung. Dem Kammervorstand obliebt die Entscheidung. Nach der Statistik der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) sind per 1. Januar 2014 24,97 % aller Rechtsanwälte berechtigt, eine oder mehrere Fachanwaltsbezeichnungen zu führen. Nach wie vor ist "der Fachanwalt" damit ein guter Garant für eine echte Expertise.

    Mitglied im Deutschen Anwaltverein

    Mitglied im Deutschen Anwaltverein

    Dem DAV gehören insgesamt 255 Anwaltvereine an: davon 242 in Deutschland und je einer in Großbritannien, Italien, Griechenland, Portugal, Brasilien, Luxemburg, Spanien, Belgien, Polen, der Ukraine, den Niederlanden sowie zwei Anwaltvereine in Frankreich. Über die örtlichen Anwaltvereine sind rund 65.000 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte Mitglied im DAV. Über die einzelnen Arbeitsgemeinschaften profitieren angeschlossene Anwälte von einem fachlichen Austausch, was letztlich der professionellen Mandatsführung zu Gute kommt.