Erbe ausschlagen Kosten ermitteln
Dr. Robert Beier, LL.M. | Fachanwalt für Erbrecht

Erbe ausschlagen Kosten

Will man das Erbe ausschlagen, löst diese Rechtshandlung Kosten aus. Grundsätzlich muss die Ausschlagungserklärung das Nachlassgericht erreichen. Hierzu kann man das Nachlassgericht direkt aufsuchen oder aber einen Notar mit der Beurkundung der Ausschlagungserklärung beauftragen. Erbe ausschlagen Kosten: geringer als man gemeinhin annimmt:

Die Gebühren für die Ausschlagungserklärung richten sich grundsätzlich nach dem Wert des Nachlasses. Allerdings sind die Gebühren der Höhe nach beschränkt.

Das Nachlassgericht berechnet nach dem GNotKG (Gerichts- und Notarkostengesetz) eine 0,5 Gebühr gemäß Nr. 21201 KV GNotKG. Danach fällt eine Mindestgebühr in Höhe von € 30,00 an.

Schlägt bei einem Notar oder eine Notarin aus, kann man zwei Wege wählen. Wird die Erklärung vom Ausschlagenden selber erstellt und vom Notar nur die Unterschrift beglaubigt, berechnet der Notar abhängig vom Nachlasswert eine Gebühr in Höhe von mindestens € 20,00 und höchstens € 70,00. Die Gebühr ist in Nr. 25100 KV GNotKG geregelt. Ist der Nachlass überschuldet, kann gegen Zahlung einer Gebühr in Höh von € 20,00 das Erbe sehr kostengünstig ausgeschlagen werden.

Fertigt der Notar Ausschlagungserklärung selbst an, richtet sich die notarielle Gebühr wie die Gerichtsgebühr nach Nr. 21201 KV GNotKG. Es entsteht daher eine 0,5 Gebühr nach der Gebührentabelle B zum GNotKG, mindestens € 30,00.

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